Pferdegerechte Ausbildung

Rückenschule für Pferde

Pferde sind von Natur aus nicht für das Reiten gemacht. Damit der Rücken des Pferdes das Reitergewicht unbeschadet tragen kann muss er entsprechend ausgebildet, d.h. trainiert werden, das Pferd muss „über den Rücken“ geritten werden.

„Über-den-Rücken-Reiten“ bedeutet, das Pferd von hinten nach vorn an die Hand heranzureiten, wobei das Pferd mit der Hinterhand energisch zum Schwerpunkt vorzutreten lernt und dabei von sich aus die Anlehnung an die Reiterhand sucht.
Der so entstehende Dehnungs- oder Spannungsbogen der Oberlinie trainiert die Rücken- und Halsmuskulatur, der Pferderücken wird tragfähig und belastbar.

Diese Arbeit ist die unverzichtbare Grundlage für die Gesunderhaltung des Pferderückens und damit für ein dauerhaft zufrieden gehendes Pferd, egal ob Dressur- Spring- oder Freizeitpferd.
Aus diesem Grund liegt der Focus meiner Ausbildung darin, das Pferd nach seinen biomechanischen Voraussetzungen zu trainieren. Gutes Training fördert das Wohlbefinden des Pferdes und damit seine Motivation und Leistungsbereitschaft.

Meine Schwerpunkte der Pferdegerechten Ausbildung

Rückenschule für Pferde:

  • Nachhaltige Verbesserung von Rittigkeit, Losgelassenheit und Durchlässigkeit des Pferdes
  • Konsequentes „Über-den-Rücken-Reiten“ zum Aufbau einer starken und belastbaren Rückenmuskulatur
  • deutliche Verfeinerung der Reaktionen des Pferdes, Motivationssteigerung

Reiten mit feinsten Hilfen:

  • Schulung von Gefühl, Geschicklichkeit und Losgelassenheit des Reiters
  • Verfeinerung der reiterlichen Hilfengebung bis hin zum Reiten mit unsichtbaren Hilfen

Fortgeschrittene Dressurarbeit:

  • Dressur-Ausbildung Ihres Pferdes auf hohem Niveau

Folgende Bilder zeigen das Rückentraining am Beispiel eines Pferdes mit noch schwach ausgeprägter Oberlinienmuskulatur:

ungenügende Losgelassenheit im Trab

Zu Beginn der Lösungsphase im Trab hat das Pferd aufgrund seiner schwachen Oberlinienmuskulatur große Schwierigkeiten sich herzugeben. Der Rücken ist weggedrückt, wodurch sich das Genick nach oben herausschiebt. Durch die zu hohe und enge Einstellung kann die Halsmuskulatur nicht hinreichend arbeiten, was durch die Halslinie sichtbar wird, die nicht wie erwünscht einen gleichmäßigen konvexen Bogen beschreibt, sondern vor dem Widerrist in eine konkave Linie zurückgeht. Das Pferd trägt sich nicht.

losgelassenes Traben über den Rücken

Dasselbe Pferd etwa 15 Minuten später: Jetzt lässt das Pferd sich in der Oberlinie fallen, der Halsmuskel arbeitet und tritt plastisch hervor, der Rücken beginnt durchzuschwingen. Die Oberlinie bildet eine ungebrochene, konvex geschwungene Linie. Das Pferd ist losgelassen und trägt sich.

ungenügende Losgelassenheit im Galopp

Im ersten Galopp zeigt das Pferd zu Beginn wieder seine Schwierigkeiten, den Hals fallenzulassen und den Rücken herzugeben. Das Pferd jetzt mit starker Handeinwirkung oder durch Einsatz eines schärferen Gebisses dazu zu zwingen, den Kopf „runterzunehmen“ wäre grundverkehrt, denn damit wäre die Rückentätigkeit vollends unmöglich gemacht.

Losgelassenheit und gute Oberlinie im Galopp

Nach erfolgreicher Lösungsphase im Galopp gibt sich das Pferd bereitwillig her. Sehr gut zu sehen ist die aktive, tragende Oberlinie. Das Pferd geht „über den Rücken“.

Jedes Pferd hat durch unterschiedliches Exterieur und spezifische Charaktereigenschaften sehr individuelle Veranlagungen, die sich entsprechend auf seinen Ausbildungsweg auswirken. Diese Veranlagungen entscheiden letztlich darüber, wie schnell oder langsam der Ausbildungsprozess fortschreitet. Generell sollte jedes Reitpferd, egal welcher Rasse zugehörig, die ersten drei Punkte der Ausbildungsskala durchlaufen, da es hier die zum Tragen des Reiters nötige Körperhaltung und -spannung erlernt.

pferdegerechte Ausbildung für alle Rassen,Araber im Arbeitstrab

Egal welche Rasse, jedes Pferd soll mit aktiver Hinterhand über den Rücken gehen und den Kontakt zur Reiterhand suchen.

Pause und Lob sind Teil der Ausbildung

Regelmäßige Pausen und Lob sind unverzichtbar, wenn das Pferd motiviert mitarbeiten soll.

Sitz, Einwirkung und Gefühl

Lernen Sie Reiten mit feinsten Hilfen

Jedes Pferd ist von Natur aus mit einer hohen Sensibilität ausgestattet. Diese gilt es in der Ausbildung des Pferdes zu erhalten und zu fördern. Feine Hilfen machen den Dialog zwischen Reiter und Pferd für beide Seiten angenehm, wohingegen wiederholt starke Einwirkung schnell zu Abstumpfung führt.

Nimmt ein Pferd die Hilfe seines Reiters nicht an, verstärkt der Reiter meist seine Einwirkung. Es ist jedoch nicht selten der Fall, dass die erste Hilfe bereits zu stark oder in anderer Form nicht angemessen war, und das Pferd deswegen nicht adäquat reagiert hat.

Daher ist es wichtig, ein Gespür für das richtige Maß der Hilfen zu erlernen, ebenso wie für den richtigen Zeitpunkt ihres Einsatzes. Ein gut geschulter Sitz, basierend auf der Losgelassenheit des Reiters, ist die Voraussetzung für fein abgestimmtes Einwirken. Zudem muss der Reiter über ein gutes Koordinationsvermögen verfügen, um gezielt einwirken zu können. Drittes unverzichtbares Werkzeug ist ein fein ausgeprägtes Gefühl. Dieses ermöglicht es, Hilfen rechtzeitig und punktgenau zu geben, sodass eventuell auftretende Spannungen im Pferd schon im Ansatz vermieden werden können. Zugleich vermag der Reiter mittels seines Gefühls einzuschätzen, bis an welche Grenze er sein Pferd fordern kann.

Stellen Sie sich auf Ihrem Pferd vor wie ein Dirigent vor seinem Orchester: Die Hilfe des Reiters ist das Signal, mit dem er Takt, Dynamik und Richtung vorgibt. Das fein gerittene Pferd führt die Anweisung in der Promptheit und Bereitwilligkeit aus, wie ein gut eingespieltes Orchester seinem Dirigenten folgt.

eigenständige Dressurarbeit im Reitunterricht

Gutes Reiten hat nichts mit Kraft zu tun: Sind die Reiterhilfen fein abgestimmt, lassen sich auch große Pferde von zierlichen Reitern mit leichtester Einwirkung problemlos reiten.

Galopp in Balance

Mit der Stirnlinie vor der Senkrechten tritt das Pferd willig unter den gemeinsamen Schwerpunkt von Pferd und Reiter.

Fortgeschrittene Dressurarbeit

Dressurmäßige Lektionen sollen sich natürlich und selbstverständlich aus den Grundgangarten entwickeln und sollten zur größtmöglichen Verfeinerung der natürlichen Ausdrucksmöglichkeit des jeweiligen Pferdes führen. Dabei gilt es, seine Stärken und Talente besonders zu fördern, aber auch, die etwaigen Grenzen des Pferdes zu erkennen und zu akzeptieren. Lektionen wie Verstärkung und Versammlung beispielsweise sind eine Ausdifferenzierung des Grundtempos in zwei Richtungen und können dem Pferd im Ansatz durch spielerisches Wechseln von Abfangen und Zulegen leicht vermittelt werden. Hat das Pferd erst die Aufgabenstellung begriffen, wird es meist ganz von allein anbieten, wozu es in der Lage ist. Dem Pferd dann mit Druck und Zwang erheblich mehr Leistung abzuverlangen treibt es aus seiner natürlichen, physiologischen Haltung heraus.

Verbesserung des Ausdrucks auf der Basis von Durchlässigkeit

Das Ziel der Dressur ist die tänzerische, ausdrucksvolle Bewegung des Pferdes. Leider sind immer wieder Pferde zu sehen, die unter negativer Spannung gehalten sind. Sie bewegen sich dabei oft spektakulär, jedoch verraten die exaltierte Vorhandaktion mit abgekoppelter Hinterhand und der enge Hals dem genauen Beobachter, dass diese Pferde sich unnatürlich und damit ungesund und unter Zwang bewegen.
Der gute, auf positiver Spannung basierende Ausdruck zeigt das Pferd in physiologischen, d.h. natürlichen Bewegungsabläufen, die dem gegebenen Potential des jeweiligen Pferdes entsprechend gefördert werden. Die Wirbelsäule des Pferdes schwingt frei, der Hals schiebt sich willig aus der Schulter nach vorn heraus und wird nicht durch die Reiterhand gestaucht, wodurch die Hinterhand des Pferdes ungehindert zum Schwerpunkt vorfedern kann. So entsteht der angestrebte Ausdruck von Elastizität und Zwanglosigkeit in allen Bewegungsabläufen.

Gute Ausbildung kann aus einem Durchschnittspferd ein sehr gutes Pferd machen. Schlechte Ausbildung macht auch aus dem besten Pferd ein schlechtes.

pferdegerechte Dressurausbildung, Losgelassenheit in der Traversale

Sportlich reiten – fair reiten!

Was sind Ihre Ziele? Möchten Sie …

  • besser und effektiver auf Ihr Pferd einwirken können?
  • die Motivation und Sensibilität Ihres Pferdes verbessern?
  • Ihr Pferd in der Dressur auf einen höheren Stand bringen?
  • Ihr Pferd durch Longen- oder Bodenarbeit zusätzlich fördern?
  • von Ihrem eigenen Pferd lernen können?

Ihr Weg zur pferdegerechten Ausbildung

Nennen Sie mir Ihre Wünsche und Vorstellungen. Gemeinsam erarbeiten wir einen Trainingsplan für Sie und Ihr Pferd, der es Ihnen ermöglichen soll, Ihr gemeinsames Ziel zu erreichen.